Sakramente neu

In der katholischen Kirche gibt es sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, das Sakrament der Versöhnung (Bußsakrament), Krankensalbung, Weihe und Ehe. Es gibt sie, weil wir zu Gott mit allen Sinnen kommen dürfen – und nicht nur mit unserem Verstand. Gott begegnet uns in den Sakramenten in irdischen/sichtbaren Zeichen - zum Beispiel im Sakrament der Eucharistie in den Zeichen von Brot und Wein, die Leib und Blut Christi werden. Gottes Gegenwart und Liebe soll so greifbar werden.

Neben den einzelnen Sakramenten kann man Jesus als das „Ur-Sakrament“ bezeichnen: Menschen haben ihn vor über 2000 Jahren gesehen, gehört und konnten ihn berühren. Dabei sind sie jedoch nicht einem einfachen Menschen, sondern Gott begegnet. In diesen Begegnungen haben sie Heil und Heilung an Leib und Seele erfahren. Nach derselben Logik „funktionieren“ die einzelnen Sakramente: Gott spricht den Menschen mit all seinen Sinnen an – und nicht nur seinen Kopf. Weil auch die Kirche mehr ist als ihre sichtbare Form, kann man sie auch als das „Grund-Sakrament“ bezeichnen. Kirche genügt nicht sich selbst, sondern verweist auf einen Höheren: Gott.